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Wie viel Taschengeld bekommt ein Kind im Durchschnitt?
Besonders wenn sie älter werden, stellt sich oft die Frage: Geben Sie Ihrem Kind Taschengeld und wenn ja, wie viel? Bei uns schleicht sich dieses Thema nun auch langsam in die Familie ein. Mit Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren ist das auch nicht verwunderlich. Aber wie viel gibt man? Was ist „normal“? Warum ist es eigentlich gut, Taschengeld zu geben? Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern? Wie war das eigentlich früher? Und wie sieht es mit Kleidergeld aus? All dies sind Fragen, auf die wir in diesem Blog eine Antwort geben werden. Es war spannend zu recherchieren und ist hoffentlich auch für Sie interessant zu lesen.
Wir beginnen mit der absoluten Basis. So stellen wir sicher, dass wir vom Gleichen sprechen. Was ist Taschengeld? Die allgemeine Definition lautet: „Geld, das Eltern ihrem Kind wöchentlich oder monatlich geben“. Das scheint mir klar zu sein. Dann wissen wir jetzt, wovon wir sprechen.
Wie viel Taschengeld gibt man? Was ist der Durchschnitt?
Viele Eltern fragen sich, sobald das Thema aufkommt: Wie viel Taschengeld soll ich geben? Glücklicherweise gibt es dazu Untersuchungen, sodass wir angeben können, was durchschnittlich ist. Ob Sie das auch als „normal“ empfinden, bleibt natürlich Ihnen überlassen.
In den Niederlanden wird das Taschengeld oft auf den Richtlinien des Nibud basiert. Diese führen jährlich Untersuchungen darüber durch, was üblich ist. So erhält man einen guten Durchschnitt und hat als Elternteil einen Anhaltspunkt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über das Taschengeld pro Woche pro Alterskategorie:
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ALTER |
TASCHENGELD PRO WOCHE |
|---|---|
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6 Jahre |
1 € – 2 € |
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7 Jahre |
1,50 € – 2,50 € |
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8 Jahre |
2 € – 3 € |
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9 Jahre |
2,50 € – 3,50 € |
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10 Jahre |
2,50 € – 4 € |
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11 Jahre |
3 € – 5 € |
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12 Jahre |
3,50 € – 6 € |
Durchschnittliches Taschengeld in Belgien
In Belgien liegen die Beträge meist etwas niedriger. Kinder erhalten dort oft auch etwas später Taschengeld als in den Niederlanden. Der Betrag steigt jedoch vergleichbar an. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen den Niederlanden und Belgien. Auch hierzu eine Übersicht:
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ALTER |
TASCHENGELD PRO WOCHE |
|---|---|
|
6 – 8 Jahre |
1 € – 2 € |
|
9 – 11 Jahre |
1 € – 3 € |
|
12+ Jahre |
2 € – 4 € |
Taschengeld für Kinder über 12 Jahre
Ihnen ist vielleicht schon aufgefallen, dass die obigen Übersichten nur bis zum Alter von 12 Jahren reichen. Das hat einen Grund. Ab 12 Jahren ändert sich das wöchentliche Taschengeld meist in ein monatliches Budget. Dies fällt mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem die Kinder auf die weiterführende Schule wechseln. 12- bis 13-Jährige erhalten dann durchschnittlich einen Betrag von 15 € bis 25 € pro Monat als Taschengeld oder „Lebensgeld“.
Kinder ab zwölf (weiterführende Schule) kaufen in der Regel auch viel häufiger etwas selbst, zum Beispiel eine Kleinigkeit in der Pause oder Dinge, die sie benötigen.
Warum ist Taschengeld wichtig?
Taschengeld zu bekommen ist gut für Kinder. Darin sind sich Experten einig. Nicht wegen des Geldes an sich, sondern um schon früh den Umgang mit Geld zu lernen. Denn das ist wichtig. Früher ging es beim Taschengeld vor allem darum, das Sparen für beispielsweise Süßigkeiten oder Spielzeug zu lernen. Heutzutage ist die (finanzielle) Welt für Kinder und Teenager um einiges komplexer. Das zeigt sich allein schon daran, dass die Verschuldungsproblematik unter Jugendlichen in den letzten Jahren zugenommen hat, wie Untersuchungen des Nibud belegen.
Das gilt natürlich nicht für einen durchschnittlichen Jugendlichen unter zwölf Jahren, aber bei Pubertierenden kann es bereits eine Rolle spielen. Denn man muss sich erst einmal gegen die Versuchungen wappnen, mit denen man konfrontiert wird. Kinder wachsen heute in einer Zeit auf, in der man buchstäblich mit einem Knopfdruck etwas kaufen kann. Zudem ist „ später bezahlen“ zur Normalität geworden. Davon sind wir bei Jindl ohnehin kein Fan , aber es geschieht dennoch immer häufiger.
Zudem werden Jugendliche regelmäßig „geinfluenced“. Es werden enorm viele Produkte angepriesen, bei denen es sich fast nie um lebensnotwendige Dinge handelt.
Schließlich ist Geld auch immer weniger greifbar. Wir sind vom Bargeld dazu übergegangen, fast ALLES digital zu bezahlen. Besonders unter Jugendlichen ist Bargeld noch mehr aus dem Umlauf geraten. Ja, höchstens in Videoclips von Rappern sieht man noch Stapel von „Kohle“ oder „Stashes“ liegen. Im Portemonnaie wird es jedoch zur Ausnahme. Und es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird.
All diese Veränderungen und Versuchungen tragen (mit) dazu bei, dass die Schulden unter Jugendlichen in den letzten Jahren ansteigen.
Geldverständnis in jungem Alter
Es ist daher gut, bereits in jungen Jahren mit Geld in Berührung zu kommen. Durch das Taschengeld merkt man auch, dass es weg ist, wenn man etwas kaufen möchte. Das ist eine sehr simple und einfache Art, den Umgang mit Geld zu lernen. Kinder können so frühzeitig lernen, Entscheidungen innerhalb ihres Budgets zu treffen. Auch Fehler gehören dazu, und daraus können sie lernen. So treffen sie hoffentlich später auch vernünftige finanzielle Entscheidungen.
Es ist also so, dass eine kleine Gewohnheit wie Taschengeld die Basis für spätere finanzielle Selbstständigkeit legt. Und das wünschen wir natürlich jedem Kind.
Warum das Geben von Taschengeld für Eltern positiv ist
Erstens hoffen Sie natürlich, dass Ihr Kind den Umgang mit Geld lernt. Aber für Eltern gibt es noch weitere Vorteile beim Geben von Taschengeld. Denken Sie zum Beispiel an die Diskussionen, ob etwas erlaubt ist. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist: Mit dem Taschengeld können Sie sagen, dass es zwar erlaubt ist, aber vom eigenen Geld bezahlt werden muss. Wenn das Geld alle ist, geht es nicht, und das ist dann klar. Also keine Diskussionen mehr.
Zudem regen Sie Kinder dazu an, für etwas Größeres zu sparen, das sie sich eventuell wünschen. Dabei lernen sie viel – vor allem, dass nicht alles selbstverständlich ist und nicht alles „einfach so“ geht.
Geben Sie das Taschengeld bar oder über ein Bankkonto mit Karte?
Früher war das kein Thema, heute schon: Geben Sie das Taschengeld bar oder über ein Bankkonto mit Bankkarte? Wir haben die Vor- und Nachteile kurz für Sie zusammengefasst.
Zuerst zum Bargeld: Das ist sehr greifbar, und man sieht genau, wann es aufgebraucht ist. Das ist besonders für jüngere Kinder sehr hilfreich.
Eine Bankkarte kommt oft erst etwas später. Der große Vorteil dabei ist, dass es sehr realistisch für die spätere Lebenswelt ist. Davon lernen sie also auch viel. Außerdem haben Sie als Eltern einen guten Einblick, wofür das Geld ausgegeben wird. Darüber können Sie dann wieder sprechen, wenn es um Ausgaben und Sparen geht.
Persönlich haben wir uns für eine Kombination aus Bargeld und Geld auf einem Konto entschieden. Als die Kinder jünger waren, ging es um Bargeld. Nicht unbedingt Taschengeld, sondern zum Beispiel etwas Handgeld von den Großeltern oder Geldgeschenke zum Geburtstag, die sie selbst ausgeben durften. Ab etwa 11 Jahren kam die Bankkarte hinzu. Am Anfang war es noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber sobald man erst einmal mit Karte bezahlt hat, klappt es gut. Der einzige Nachteil ist, dass es viel weniger sichtbar ist als Bargeld und sie eigentlich auch immer ihren Kontostand kennen müssen.
Wann gibt man Kindern eine Banking-App?
Beim Überprüfen und Einsehen des Kontostands kommt die Banking-App ins Spiel. Wenn Sie Ihren Kindern Einblick in ihr Guthaben geben möchten, ist das sicherlich ein praktischer Weg. Wann Sie dies tun, ist natürlich ganz Ihre eigene Entscheidung, und es gibt dafür keine festen Richtlinien. In den meisten Familien ist das ab etwa zwölf Jahren der Fall, sobald die Kinder auf die weiterführende Schule gehen. Das ist wieder eine neue Phase in Richtung finanzieller Eigenständigkeit. Die Versuchungen werden größer, aber auch der Einblick. Besonders wenn sie ab 13 Jahren arbeiten dürfen und das verdiente Geld auf das Konto überwiesen wird.
Zusammenfassend
Wie Sie oben gelesen haben, ist Taschengeld gut für die finanzielle Entwicklung von Kindern. Wie Sie es angehen, ist die Entscheidung der Eltern und Erziehungsberechtigten. Was wir vor allem bemerken: Es geht gar nicht so sehr um den Betrag. Aber Kinder beginnen wirklich zu verstehen, was Geld bedeutet, und das ist angesichts der ständig neuen Versuchungen sehr wichtig. Sie müssen gut nachdenken, was sie wollen. Und das ist vielleicht wertvoller als das Geld selbst.