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Gärtnern mit Kindern: Dies sind die schönsten Pflanzen zum gemeinsamen Anbauen
Kinder lieben es, im Garten zu helfen. Graben, Gießen, Sand, Matsch, Samen … es ist eigentlich eine einzige große Entdeckungsreise. Und das Schöne ist: Gärtnern mit Kindern muss gar nicht schwierig sein. Mehr noch, mit ein paar pflegeleichten Pflanzen erzielt man schnell Erfolge, und genau das macht es für Kinder so spannend.
In diesem Blog erklären wir, welche Pflanzen sich gut für das Gärtnern mit Kindern eignen, wie Sie den Spaßfaktor hochhalten und was Sie mit übrig gebliebenem Sand machen können.
Warum macht Gärtnern mit Kindern so viel Spaß?
Für Kinder ist Gartenarbeit keine lästige Pflicht, sondern ein Abenteuer. Sie sehen etwas wachsen, das sie selbst gepflanzt haben. Das ist für sie fast magisch. Zudem lernen sie ganz nebenbei eine Menge. Denken Sie zum Beispiel an:
- Woher das Essen kommt
- Dass Ergebnisse manchmal Zeit brauchen (Geduld)
- Sich um etwas kümmern
- Schön draußen spielen
- Mit den Händen arbeiten
Und vielleicht das Wichtigste: GEMEINSAM etwas tun. Sie brauchen wirklich keinen großen Garten. Ein paar Töpfe, ein kleiner Kasten oder ein Stückchen Erde reichen völlig aus. Wertvolle Zeit gemeinsam mit Ihren Kindern oder Enkelkindern ist unbezahlbar.
Welche Pflanzen kann man gut mit Kindern anbauen?
Wenn Sie mit Kindern gärtnern, ist es anfangs ratsam, Pflanzen zu wählen, die pflegeleicht sind und schnell wachsen. Entscheiden Sie sich daher für Pflanzen mit diesen Eigenschaften. Damit können Kinder wirklich etwas anfangen und es gibt recht schnell Ergebnisse. Der Einfachheit halber haben wir einige unserer Favoriten aufgelistet:
- Radieschen
Radieschen sind perfekt für Kinder. Sie wachsen schnell (oft innerhalb von 3–4 Wochen) und man sieht wirklich, was unter der Erde passiert. Einfach eines herausziehen und man hat sofort ein Ergebnis.
- Erdbeeren
Erdbeeren sind vielleicht der größte Hit bei Kindern. Erst Blüten, dann grüne Erdbeerchen und schließlich rote Erdbeeren, die man essen kann. Und wie lecker sie sind! Tipp: Pflanzen Sie Erdbeeren in einen Topf oder Kasten, das ist oft einfacher als im Freiland.
- Karotten
Karotten machen Spaß, weil sie unter der Erde wachsen. Für Kinder ist es immer eine Überraschung, wie groß sie sind, wenn man sie herauszieht.
- Kresse
Wollen Sie schnelle Ergebnisse? Dann pflanzen Sie Kresse. Innerhalb einer Woche können Sie bereits ernten. Sie können sie sogar drinnen auf einem Teller mit Watte wachsen lassen. Diesen Tipp haben wir in der Mittelstufe im Biologieunterricht bekommen ;).
- Sonnenblumen
Sonnenblumen sind ideal für Kinder, da sie superschnell wachsen und sehr groß werden. Kinder finden es toll, jede Woche zu sehen, wie viel sie gewachsen sind.
- Naschtomaten
Tomaten direkt von der Pflanze zu essen, ist für Kinder ein echtes Fest. Sie wachsen gut im Topf und benötigen lediglich Sonne und Wasser.
Kinder wollen graben
Wenn Sie mit Kindern gärtnern, denken Sie an eines: Sie lieben es oft zu graben! Sehr viel zu graben. Manchmal sogar mehr graben als pflanzen. Daher ist eigenes Gartenwerkzeug für Kinder wirklich empfehlenswert. Eine kleine Schaufel, Harke und Gießkanne sorgen dafür, dass Kinder richtig mithelfen können, anstatt nur zuzuschauen. Geben Sie ihnen zum Beispiel ein eigenes Stück Erde oder einen eigenen Kasten. Dann ist es auch egal, wenn alles etwas schief steht oder am falschen Platz wächst. Es ist ihr Projekt und sie dürfen damit machen, was sie wollen. Dabei lernen sie oft am meisten: selbst entdecken. Ganz im Sinne einer Montessori-Erziehung.
Sand übrig?
Haben Sie noch einen Haufen Sand im Garten liegen? Werfen Sie ihn bloß nicht weg. Für Kinder ist Sand nämlich Gold wert. Und mit etwas Wasser dazu wird es noch schöner. Eine Matschküche ist die perfekte Lösung.
Was Kinder in einer Matschküche tun:
- Suppe aus Sand und Wasser kochen
- Kuchen backen
- Zweige und Blätter sammeln
- Wasser gießen
- Rühren und schöpfen
Sie können hier wirklich stundenlang spielen. Und das Schöne ist: Man braucht fast nichts dafür.
Eigentlich liegt eine Matschküche genau zwischen Gärtnern und Spielen. Kinder sind draußen, benutzen ihre Hände, werden schmutzig und denken sich ihr eigenes Spiel aus. Wir haben bereits früher einen Blog mit unseren Lieblings-„Rezepten“ für die Matschküche geschrieben.
Gärtnern ohne Rückenschmerzen
Wenn Sie mit Kindern im Garten arbeiten, knien Sie oft oder bücken sich weit nach vorne. Das kann den Rücken belasten. Eine einfache Lösung ist es, nicht am Boden zu arbeiten, sondern in der Höhe. Zum Beispiel an einem Gartentisch, einem Hochbeet oder einer Werkbank.
Für Kinder ist dies ebenfalls viel angenehmer, da sie alles besser erreichen können. Besonders jüngeren Kindern fällt die Arbeit am Boden schwer. Viele Eltern nutzen daher draußen auch einen Lernturm. Nicht nur in der Küche, sondern gerade auch im Garten. Kinder können, besonders wenn Sie zum Beispiel den 2-in-1 Lernturm von Jindl als Tisch mit Stuhl verwenden, gemütlich sitzen. Wenn Sie den Lernturm als Tritthocker verwenden, achten Sie darauf, ihn gegen etwas Stabiles zu stellen und die Kinder zu beaufsichtigen!
So können Kinder zum Beispiel:
- Samen am Tisch einpflanzen
- Töpfe mit Erde füllen
- Pflanzen umtopfen
- Gießen
- Mithelfen, ohne dass Sie sich bücken müssen
So arbeiten Sie gemeinsam auf derselben Höhe; das ist für alle Beteiligten viel angenehmer.
Wie macht man Gärtnern für Kinder attraktiv?
Das Wichtigste beim Gärtnern mit Kindern ist nicht, dass alles ordentlich wächst. Es geht um das gemeinsame Tun. Wir geben Ihnen gerne einige Tipps, mit denen das Gärtnern mit Kindern Spaß macht.
- Fangen Sie klein an: Ein paar Töpfe reichen aus. Sie müssen keinen kompletten Gemüsegarten anlegen.
- Wählen Sie schnell wachsende Pflanzen: Kinder wollen Ergebnisse sehen.
- Geben Sie ihnen einen eigenen Bereich: Dann dürfen sie selbst entscheiden, was dort passiert.
- Lassen Sie sie schmutzig werden: Gärtnern ohne Matsch oder Sand gibt es nicht.
- Machen Sie es gemeinsam: Kinder finden Zusammenarbeit schöner als alleine zu spielen.
- Machen Sie ein Ritual daraus: Jede Woche gießen, schauen, was gewachsen ist, gemeinsam ernten.
Was macht Kindern am Gärtnern am meisten Spaß?
Wenn man die Kinder selbst fragt, finden sie meistens das hier am besten:
- Graben
- Gießen
- Samen pflanzen
- Matsch machen
- Dinge ernten und essen
- Mit eigenem Werkzeug arbeiten
- Auf einem Lernturm stehen und helfen
Eigentlich ist Gärtnern für Kinder eine Kombination aus Spielen, Entdecken und Helfen.
Zusammenfassend
Gärtnern mit Kindern muss nicht perfekt sein. Pflanzen wachsen schief, es wird zu viel gegossen, alles ist voller Matsch und manchmal geht eine Pflanze ein. Das gehört alles dazu. Woran sich Kinder später erinnern, ist nicht, wie ordentlich der Garten war, sondern dass sie helfen durften. Dass sie ihre eigenen Erdbeeren gepflückt haben. Dass sie Matschsuppe gekocht haben. Dass sie neben Ihnen standen und mitgearbeitet haben. Fangen Sie also einfach an. Ein Topf, etwas Erde, ein paar Samen und Wasser reichen aus. Der Rest wächst von selbst…